| Mongolei - Auf den Spuren von
Dschingis Khan

Eingerahmt
im Norden von schneebedeckten Bergen und im Süden begrenzt
durch die gefürchtete Wüste Gobi zieht sich die unendliche
Steppe durch die Mongolei. Die hier lebenden Nomaden leben oft
weit entfernt von Städten und Siedlungen in Zelten, den
sogenannten Gers, und folgen bis heute im Rhythmus der
Jahreszeiten ihren Viehherden auf traditionellen Wegen. In diese
für uns Mitteleuropäer so sonderbare Welt möchte ich Sie
mitnehmen auf eine ungewöhnliche Fahrradtour.
Die
Reise beginnt im Norden der Mongolei nahe der russischen Grenze
und führt in die Hauptstadt Ulan Bator. Dazwischen liegen 1.200
abenteuerliche Kilometer mit schlechtester Wegstrecke und
insgesamt fast 11.000 Höhenmeter, die wir mit den schwer
beladenen Rädern überwinden mussten – ein äußerst
anstrengendes Unternehmen.
Im
Norden wird die Landschaft durch die Ausläufer der sibirischen
Wälder und dem Chuwsgul Nuur - auch kleiner Baikalsee genannt -
geprägt. Der größte Teil der Menschen lebt hier traditionell
in Gers oder in Blockhäusern. Pferde sind immer noch das
wichtigste Fortbewegungsmittel. Viele Mongolen folgen noch heute
ihren Herden. Yaks, Pferde und Ziegen liefern das
Lebensnotwendige. Immer wieder werden wir von mongolischen
Reitern besucht und zu ihren Familien eingeladen. Feierlich
werden wir in den Jurten empfangen und mit für uns ungewöhnlichen
Speisen versorgt. So bekommen wir viele Kontakte zu den überaus
gastfreundlichen Nomaden und einen Einblick in ihr Leben und
ihre Kultur. Nach der anstrengenden Überquerung des Archangaj
Gebirges mit Pässen bis zu 2.600 Metern folgt die Steppe mit
neuen Eindrücken.
Der
kulturelle Höhepunkt ist die Erkundung der Stadt Karakorum, die
ehemalige Metropole, von der Dschingis Khan und seine Nachfolger
ihr riesiges Weltreich regierten. Die Spuren dieser bedeutsamen
Stadt sind verwischt, werden aber von Wissenschaftlern mit immer
neuen Ausgrabungen bestätigt. Heute beeindruckt hier ein
buddhistisches Kloster.
Im
Mittelpunkt meines Vortrages stehen die Menschen und ihre
Lebensweise, die mich an der Mongolei am meisten begeistert
haben.
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