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Patagonien - Mythos am Ende der Welt

Patagonien - der südlichste Teil von Argentinien und Chile - gehört zu den abwechslungsreichsten Regionen unserer Erde. Meine fast viermonatige Reise führt von Buenos Aires nach Feuerland und weiter entlang der chilenischen Küste nach Norden bis Santiago de Chile. Dabei erleben wir die beeindruckende Natur und Tierwelt dieser mythenreichen Region.

Die Reise beginnt mit einem Stadtbummel durch das lebendige Buenos Aires. Das nächste Ziel ist die Halbinsel Valdéz. Diese ist auf der ganzen Welt bekannt für den Artenreichtum ihrer Meeressäugetiere. Wale, Seelöwen und Seeelefanten lassen sich hier aus nächster Nähe beobachten. Durch die weite argentinische Pampa geht es nach Punta Tombo, der größten Pinguinkolonie außerhalb der Antarktis. Auf dem Weg nach Feuerland wird die Landschaft immer karger und das Wetter immer unliebsamer. Der Höhepunkt dieser Reise ist die Insel Feuerland mit ihren Fjorden, sturmgepeitschten Bäumen und den von Schiffswracks gesäumten Stränden.

Auf dem Weg in Richtung Norden wird die Grenze zu Chile überschritten. Der Besuch eines chilenischen Reiterfests abseits der üblichen Wege bringt die Kultur der Gauchos und Schafzüchter näher. Vom Torres del Paine Nationalpark, einer faszinierenden Berglandschaft mit der typischen Andentierwelt, geht es weiter über endlose Schotterpisten zum Perito Moreno Gletscher, dessen vorwärtsschiebende Eismassen immer wieder einen großen See aufstauen. Die Carettera Austral, eine Straße, die erst in den siebziger Jahren fertiggestellt wurde, verbindet das dünn besiedelte südliche Chile mit dem Norden. Die abwechslungsreiche Fahrt führt durch nebelverhangene Regenwälder, deren imposante Bäume bis zu 40 Meter hoch sind, und  vorbei an tiefen Fjorden und schneebedeckten Vulkanen.

Die Insel Chiloé war für Seefahrer in den vergangenen Jahrhunderten von großer Bedeutung, den hier befand sich der erste schützende Hafen für Schiffe, die das Kap Horn umrundet hatten. Heute leben die Menschen auf der etwas verschlafen wirkenden Insel fast ausschließlich von Fischfang und Muschelzucht.

Wieder wechselt die Kulisse auf dem Weg in den Norden, urzeitliche Araukarienwälder säumen den Weg. Die Vulkane der Anden werden immer höher und beeindruckender. Mit Bildern von der spannenden Besteigung des Vulkans „Villarica“, aus dessen Krater Rauch aufsteigt, endet die Tour.